Was ist bei der Bearbeitung von Folientastaturen zu beachten?

Material – Einsatz - Verarbeitung

Ein klassischer Bereich ist die Nutzung von Folien für flache Bedien- und Informationselemente. Durch ein modernes Industriedesign, kombiniert mit einer kompakten Bauweise, bieten sie die idealen Voraussetzungen für eine preiswerte Lösung für viele Einsatzgebiete. Auf Grund dessen haben sich diese Bedienelemente weltweit und branchenübergreifend durchgesetzt.

Folientastaturen für die Medizintechnik
Folientastaturen für die Medizintechnik

Nutzung von Folientastaturen:

Folientastaturen finden sowohl bei Hightech-Geräten in der Medizintechnik, Mobiltelefonen, elektrischen Haushaltgeräten, Geld-Automaten, Fernbedienungen als auch für industrielle Maschinen ihre Verwendung. Der Anspruch an Qualität und Zuverlässigkeit der Tastaturelemente ist hoch und steigt weiter. Tastaturen müssen unter besonderen Einsatzbedingungen stets einsatzfähig bleiben und äußeren Einflüssen, wie Feuchtigkeit und Verschmutzungen, trotzen. Flexibilität gepaart mit leichter Reinigung und hoher Widerstandsfähigkeit sind entscheidende Kriterien, die es zu erfüllen gilt.

Lasertechnik in der Medizintechnik

Aufbau von Folientastaturen:

Aufbau einer Folientastatur
Aufbau einer Folientastatur

Folientastaturen bestehen in der Regel aus mehreren Einzelschichten, standardmäßig sind es vier. Diese werden übereinander gelegt und ergeben so den Gesamtaufbau des Bedienelements. Die oberste Schicht wird als Dekorfolie bezeichnet und besteht häufig aus Polycarbonat oder Polyester. Der Druck erfolgt von der Folienrückseite, um den bestmöglichen Schutz gegen Abrieb zu gewährleisten. Typischerweise wird hier der Siebdruck angewandt, allerdings ist durch die hohe Flexibilität auch ein starker Anstieg von Digitaldrucken in diesem Industriesegment zu beobachten. Direkt unter der Dekorfolie liegen die Schaltfolien. Zur Aufnahme von Schaltdomen werden Front- und Schaltfolie durch eine Distanzfolie, die sogenannte Spacerfolie, getrennt. Sie bestehen meist ebenfalls aus Polyester, aber auch aus Polyamid. Auf der Schaltfolie befinden sich die Leiterbahnen und Schaltpunkte bzw. die Kontaktflächen.

Stanzen
Stanzen

Verarbeitung von Folientastaturen:

Häufig werden Stanzen, Wasserstrahl-, Messer- oder Lasercutter verwendet. Nach wie vor ist der Stanzprozess die schnellste Art Folienerzeugnisse zu konturieren. Je nach Produktwertigkeit werden Stanzwerkzeuge für mittlere und große Serien sehr rentabel eingesetzt. Doch wie produktiv ist das Stanzen bei Einzelanfertigungen und Kleinserien? Hier wird die teure Stanzformherstellung zum Kostentreiber und macht die Produktion unrentabel. Ähnlich verhält es sich, wenn sofortige Lieferfähigkeit verlangt wird und es auf individuell wechselnde Produktmerkmale ankommt. In diesem Fall kann das Stanzwerkzeug nicht effektiv produzieren.

Wasserstrahl-Schneidtechnik
Wasserstrahl-Schneidtechnik
Messerschneiden
Messerschneiden

Die Wasserstrahl-Schneidtechnik stößt hingegen in Punkto hoher Schnittgenauigkeit schnell an ihre Grenzen. Außerdem sind Verschmutzungen und eine hohe Feuchtigkeit am zu verarbeitenden Material die natürlichen Folgen des Wassereinsatzes. Messer sind im Vergleich zur Stanze und der Wasserstrahltechnik einem schnellen Verschleiß unterlegen und die Kontinuität in der Qualität bleibt auf der Strecke. Folgekosten für Werkzeugwechsel und damit verbundene Stillstandzeiten der Maschinen sind unvermeidlich.

Laserschneiden
Laserschneiden

Der Laserzuschnitt punktet bei der Genauigkeit. Ein weiterer besonderer Vorteil ist aber viel interessanter – Schneiden ohne jegliche Materialberührung. Die Bearbeitung mit dem Laserstrahl erfolgt kontaktfrei. Folienreste und Kleber können nicht am Werkzeug haften bleiben, das Material muss nicht fixiert werden und auch Quetschungen und Ausschieferungen bei mehrlagigen Folien bleiben aus. Der thermische Prozess kann zum Verschmelzen der Schnittkante führen, was wiederum zu einer Art Versiegelung führt. Automatischer Schutz vor Verunreinigungen, ohne das zusätzlicher Aufwand entsteht. Gründe, warum beim Zuschnitt von folienbasierten Bedienelementen die Lasertechnik zum Einsatz kommt, gerade wenn es um Flexibilität in der Fertigung geht.

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